Digitale Souveränität · 18. Juni 2026
Österreichs Bildungssystem und die verpasste Open-Source-Chance
Fast 100 Prozent der Geräte aus der Initiative „Digitales Lernen“ laufen auf Windows, iOS oder ChromeOS. Die Gelegenheit, digitale Souveränität schon in der Schule zu verankern, wird ungenutzt gelassen.

Bisher wurden in Österreich fast eine halbe Million Geräte im Rahmen der Geräteinitiative „Digitales Lernen“ an Schülerinnen und Schüler ausgegeben.
Fast 100 Prozent davon laufen auf Windows, iOS oder ChromeOS ... d.h. auf Systemen von US-amerikanischen Konzernen.
Das ist kein Zufall. Das ist eine Entscheidung.
⚠️ Was das konkret bedeutet
- Hunderttausende Kinder lernen bei uns von Anfang an: IT bedeutet Microsoft, Apple, Google, Cisco, ...
- Die Gelegenheit, digitale Souveränität schon in der Schule zu verankern, wird komplett ungenutzt gelassen.
- Öffentliche Gelder fließen direkt in die Ökosysteme jener Anbieter, von denen wir uns unabhängiger machen wollen.
Dabei wäre es so einfach. Linux-basierte Systeme wie LIFE Linux, Ubuntu und andere sind für Bildungseinrichtungen erprobt, kostengünstig und vollständig transparent. Sie machen unsere Kinder nicht automatisch zu Kunden.
💡 Die eigentliche Frage ist nicht technisch, sondern politisch
Wer entscheidet, nach welchen Kriterien diese Geräte ausgewählt werden? Und warum spielen Open-Source-Alternativen dabei offenbar keine Rolle, obwohl wir auch im Bildungsbereich schon entsprechende Initiativen haben?
Warum lehrt unsere digitale Bildung weiter digitale Abhängigkeit ... anstelle von digitaler Selbstbestimmung? 🤔
IHRE MEINUNG ZÄHLT.
